
Heiligkeit und Gerechtigkeit sind eigentlich selbstverständlich. Jeder strebt danach auf seine Weise (ein ganz weltliches Beispiel ist LOHAS: Heiligkeit wird dann verstanden als Health. Und Gerechtigkeit als Nachhaltigkeit. Und das ist total ok.)
Mir scheint entscheidender an Lk 1,73-75 das kleine Wörtchen “furchtlos” und das “er hat uns geschenkt”. Der Versuch, sich selbst zu retten (heilig und gerecht zu sein), ist nichts anderes als Konformismus (das Gegenteil von Furchtlosigkeit).
Es ist nicht schwer, (schein)heilig und (selbst)gerecht zu sein. Aber es gehört zu den größten Aufgaben im Leben, sich das Heil schenken zu lassen.